Freitag, 26. Januar 2007

Donnerstag, 25. Januar 2007

Hilfsarbeiter aus Großbritannien

Good Evening!
Endlich mal wieder eine Nachricht von der Baustelle.
Die guten alten Briten: den Euro wollen se auf ihrer Insel partout nicht haben, aber einen 3€-Job nehmen se, wenn se ihn kriegen können! Dann auch in good old Germany!
Wir hatten sie zu Besuch, Neils Eltern. Sie waren mit Vollpension in der Suite in Nieder-Olm einquartiert, während das Bauherrenpaar sich mit dem blanken Fußboden zufrieden gegeben hat, haben ihren schweren Geldkoffer mitgebracht: voll britischer Pfund und einen Kopf voll Ideen. Dazu dann einen Satz baustellentaugliche Arbeitskleidung, viel Geduld und immer ein Lächeln auf den Lippen. Wir haben ihnen 3€ pro Stunde geboten, abzüglich eines Euros pro Tasse Tee, sodass sie am Ende mächtig drauflegen mussten! Quatsch beiseite! Neils Eltern haben uns nach besten Kräften unterstützt und beraten. Seine Mum war mit dem Zurückschneiden der doch tatsächlich schon blühenden weißen Rosen im Garten beschäftigt (in extra ausgewählten Gärtnerinnenhandschuhen), ebenso mit der Beratung bezüglich der Schädlingsbekämpfung bei "black spot". Außerdem hat sie Unkraut gejähtet, Obstbäume zurück geschnitten, eine zentimeterdicke Staubschicht entfernt, die sich ÜBERALL im Haus niedergelassen hat und viel Geduld gezeigt. Neils Vater hat kräftig beim Einreißen der Küchentrennwand geholfen, Umzugskartons vom alten ins neue Haus verschoben, Dreck zusammen gekehrt, in die Schubkarre geladen und auf den immer größer werdenden Haufen im Hof gefahren, Sperrholz geschleppt, Pläne gezeichnet, Deckenverkleidungen diskutiert, Glasbausteine begutachtet, alte Holzbalken freigelegt und Tee getrunken. Und beide haben die Größe und Qualität deutsche Kaffeestückchen bestaunt und genossen (Dank an den lecker Bäcker Will in Wallertheim - Rheinhessenweit bekannt!) Außerdem war meine Mutter noch mit von der Partie. Weil sie nicht so für einen Tee, sondern vielmehr für einen schwarzen Kaffee zu erwärmen ist, handelte es sich bei ihr eher um eine ABM Maßnahme. Am Schluss haben wir ihr noch einen defekten Monitor mitgegeben (für den Ferienhausbesitzer im Bliesgau!! kleiner Insider) und sie hat den ersten Preis gewonnen im Zuge der Entertainment-Maßnahme "Wer kann in 10 Minuten die meisten Nägel aus den Millionen Holzpaneelen entfernen?" Mit 16.408 Stück lag sie unangefochten an der Spitze, zweiter Rang für Marion Matthews mit 36 Punkten.
Ach so....was ich gemacht hab? Fotos und Text bearbeitet...ach und...Verantwortung getragen und Tee und Kaffee gekocht. Wenn das nichts ist :-))

Freitag, 12. Januar 2007

Und gleich schon schleifen lassen!!

Na das geht ja gut los.
Schönen guten Abend, übrigens!
Da nimmt man sich vor, kleinschrittig von allen Arbeitsphasen zu berichten - und?? Schon schleifts! Letzter Eintrag 04.01., dass ich nciht lache! Heut ist schon der 12.! Tse tse tse. Nachdem wir am ersten Tag die Kamera vergessen und am zweiten Tag mit leeren Akkus mitgenommen haben, sind nun die ersten Fotos geschossen, haben das Kodak Bearbeitungsprogramm aber noch nicht durchlaufen. Also bekommt ihr die ersten Berichte ohne Bilder - dir reich ich dann aber nach - versprochen!
Nun, wo fang ich an? Bisher wurden folgende Arbeiten durchgeführt: Küchenmöbel ab- und ausgebaut und für den Sperrmüll vorbereitet, Holzverkleidung in der Küche abgerissen, Metall- vom Holzmüll getrennt, Tapete in der Küche ab, große Teile des (scheinbar verschweißten) 2schichtigen PVC-Bodens raus, Fliesen in der Küche ab, Natursteinwand im Treppenhaus freigelegt, Deckenverkleidung im Wohnzimmer abgerissen, Teppichboden Wohnzimmer raus, Tapete im Flur ab, Teppichboden in einem der Schlafzimmer raus, Teile der Treppenhausverkleidung abgebaut, Wohnzimmerwand durchbohrt (was ist wohl dahinter?), diverse andere Löcher in der Küche und im Flur (was ist wohl dahinter?)...... bestimmt hab ich einiges vergessen...uupps

Dabei haben uns Mike und Irina mehr als tatkräftig unterstützt und uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Dafür mehr als ein herzliches Dankeschön!!
Versorgungstechnisch sind wir mit Bier, Kaffeemaschine, Nervennahrung usw. nun auch besser ausgerüstet.

In diesem Moment ist Neil gerade in Wallertheim mit weitern bepackten Umzugskartons und den ersten Neueinkäufen in Form von Tapete, Kleister, Tapeziertisch, Pinsel, Elektroschläuchen, Schleifer, Schutzbrille und Atemschutz und werkelt herum. Nachdem der nächste gemeinsame freie Tag erst am Donnerstag sein wird, sind wir vorher noch einmal getrennt fort tätig, aber am Donnerstag "hauen wir noch einmal gemeinsam auf dn Putz!"
Heute gratulieren wir erst einmal dem Verkäufer Mike zu seinem Geburtstag!!
HAPPY BIRTHDAY

Donnerstag, 4. Januar 2007

Die Baumarkt-Queen


Na, wer hätte das gedacht? Die Nina hat 3 neue Kundenkarten im Geldbeutel! Aber nicht vom Kaufhof, keine Payback-Karte und auch nicht von Douglas - was man vielleicht von einer Endzwanzigerin erwarten würde - NEIN - von Praktiker, Hornbach und Max Bahr!

Ich muss mich also outen:

ICH BIN EINE
BAUMARKT QUEEN

Tja und dementsprechen beschäftige ich mich zur Zeit weder mit Damenoberbeklei-dung, noch mit wohltuenden Cremes von dm oder gar mit lieblichen Düften aus der Pafümerie, sondern mit Bodenfliesen, Tapeziertischen und Arbeitshandschuhen, Dübeln, Stemmeisen, Schrauben ...und nervigen und schlecht aussehenden Baumarktmitarbeitern. Nun ja, das Leben hält viele Überraschungen bereit und das ist auch gut so: kostenfreie Transportervermietung beim Einkauf bei Hornbach, ständig 20% für Großkunden bei Praktiker und Hammerpreiswochen bei Max Bahr.

Das Bauherrenleben hat uns! Frohes Neues Jahr!

Sonntag, 31. Dezember 2006

Guten Tag !!

29.12.2006, 2:26 Uhr
...boah is das eine Scheißnacht!... Kann nicht wirklich tief schlafen.... Um 6 wird der Wecker klingeln, denn um 8 Uhr ist endlich der ersehnte Termin beim Notar in Alzey zur Unterzeichnung des Kaufvertrages für das Haus - oder besser die beiden Häuser - in Wallertheim. Das wird dann unser neues Zuhause sein - mit AZ Nummernschild! Naja, noch ein bisschen weiterschlafen...wird schon rumgehen, diese Nacht!

6 Uhr, rrrrrrriiinggg
Och nö, jetzt schon??? Neil geht netterweise zuerst duschen, um dann den Vertragsentwurf in ich weiß nicht welcher Sprache erneut durchzulesen, deutsch ist es sicherlich nicht!

7:32 Uhr
Wir holen den Verkäufer, Herrn Lukas ab, der uns durch den dicksten Nebel, den Rheinhessen je gesehen hat, in die Ostdeutsche Straße nach Alzey führt, wo wir auf dem Parkplatz des Notars Herrn Bolle vor verschlossener Tür warten müssen und wieder auf die Maklerin treffen, die dort im Dunkeln schon auf ihre Provision wartet.

8:04 Uhr
Die heiligen Hallen werden aufgesperrt und wir hereingebeten. Ohne Umschweife verlangt die Maklerin ihr Geld und ist verwundert als ich ihr entgegne, dass ich doch höchst selten mit mehreren Tausend Euro bar in der Tasceh durch die Welt laufe. Nö, Scheck würde ja auch gehen, meint sie draufhin. Dann schaltet Neil sich ein, einen Scheck hätte er schon 10 Jahre nicht mehr gesehen. Sie gibt dann ein wenig Ruhe, als wir ihr eine Überweisung in Aussicht stellen.
Bald darauf bittet der Notar uns in sein Zimmer: alles wie man es sich vorstellt: dunkle Einbauschränke, schwerer Arbeitstisch mit altmodischer Lampe, Briefbeschwerern aus Bergkristall, Tintenschreibern, Telefon mit Durchwahl zur Sekretärin, die ständig Blätter mit kleinen Änderungen und Tippfehlern abholen und korrogieren muss, alte Vorhänge, die Regale voller dicker Wälzer und der Notar selbst, ein beleibter älterer Herr mit weißem Haar und einem freundlichen und bestimmten Auftreten.
Zu Beginn müssen wir uns ausweisen und er fragt beim Anblick von Neils britischem Ausweis leicht geschockt:"Oh Gott, sind sie verheiratet?" Als wir das verneinen, scheint er unverständlicherweise sehr erleichtert und ich frage ihn, ob ich das Haus trotzdem kaufen kann oder mir einen anderen Mann suchen muss. "Nee, nee, behalten Sie ihn ruhig (Gott sei Dank wird meine Lebensplanung nicht über den Haufen geschmissen!), ich muss das wegen des Güterstandes fragen." Und nach einem ersten lockeren Lachen an diesem frühen letzten Freitagmorgen in 2007 und in dieser tristen Atmosphäre erklärt er uns den rechtlichen Zusammenhang. Daraufhin hören wir uns den im Eiltempo vorgelesenen Kaufvertrag an, der an einigen Stellen noch verändert und korrigiert werden muss. Herr Bolle erklärt uns viel und hat nach kurzer Anfrage meinerseits, was die Fertigstellung des Rohbaus angeht, leider keine Zeit und im Kaminbau sei er auch nicht besonders talentiert. Auch die gierige Maklerin verneint ihre Mithilfe. Schade, war einen Versuch wert. Die Maklerin und ihr Chef verabschieden sich bereits vor Unterzeichnung der Verträge von uns "Termine, Termine, sie wissen ja...", was die Stimmung im Büro weiter hebt. Während wir zu dritt auf die Wiederkehr des Notars warten mit dem veränderten und dann vollständigen Kaufvertrag, unterhalten wir uns mit Herrn Lukas angeregt über die ausstehenden Veränderungen am alten Wohnhaus. Ungeniert bietet er uns seine Hilfe für einen Samstag im Januar an, seine Frau würde bestimmt auch helfen und der Ofen funktioniert auch noch für einen leckeren Eintopf. Sehr nett, der Herr Lukas!!
Nach langem Warten unterzeichnen alle vier den Vertrag, gratulieren sich gegenseitig und verlassen um
9:40 Uhr das Büro von Herrn Bolle, der eilig wieder die Stühle grade rückt, denn im Dezember hat ein Notar viel zu tun, besonders am letzten Arbeitstag im Monat und im Jahr 2006!
Nachdem wir Herrn Lukas durch den scheinbar noch dichteren Nebel zuhause abgesetzt hatten, machen wir uns auf den Heimweg in unsere Wohnung, die es nun heute oder morgen noch zu kündigen gilt, und dann schnell auf den Weg zur Arbeit.
Am Abend wird das Häuschen planmäßig mit unseren Nachbarn Pia und Andreas mit einem Prosecco gefeiert.

Wir habens also geschafft, und müssen jetzt an die Arbeit oder NN @ work.